pizzaofen bauen

Juli 4, 2009

Hier beschreibe ich den Bau eines
Pizzaofens mit einem italienischen Bausatz

Die folgenden Fotos zeigen ein Beispiel für den Aufbau. Dieser Ofen steht in Ebenhofen im Allgaeu.

ofen fd 80

Der Sockelbereich wurde aus alten Abbruchziegeln gemauert.
Die Bodenplatte des Ofenbausatzes wurde hier auf eine druckfeste
Mineralwollplatte gestellt, weil der Bauherr meinte damit die Speicherfähigkeit zu verbessern. Laut dem italienischen
Hersteller ist das nicht notwendig. Er empfiehlt, die Bodenplatte auf ein ganz normales Mörtelbett zu legen.

ofen 13

Die Fugen sind mit Saeurekitt verschlossen. Man kann auch Feuerzement
oder Kaminmoertel nehmen der im Baumarkt erhaeltlich ist. Ich
verwende lieber den besagten Saeurekitt. Diese Material wird vom
Maurer bzw. Kaminbauer dazu verwendet die Schamotteinnenrohre bei
den heute ueblichen Fertigkaminen miteinander zu verkleben. Der
Saeurekitt ist sehr widerstandsfaehig weil er z.B. bei
Oelheizungen den aggresiven Rauchgasen trotzen muss.

karl2

Der Hohlraum zwischen dem Bausatz und der Porenbetonummauerung wurde mit
Mineralwolle und Blaehtonkugeln aufgefuellt. Der
Bauherr wollte den oberen Bereich urspruenglich mit einem weissen
Strukturputz versehen. Dann hat er aber seine Meinung geaendert
und hat den ganzen Ofen mit den alten Ziegeln verblendet. Das
Gewoelbe aus den Porenbetonsteinen haette man sich sparen
koennen. Aber doppelt genaeht haelt besser.

fast fertig

Der Ofen ist noch nicht ganz fertig, aber bereits funktionsfaehig.
Die ersten Pizzas wurden schon darin gebacken. Der Mauerpfeiler
rechts oben im Bild ist nicht der Kamin sondern nur ein Auflager fuer
die Fusspfette des geplanten Gartenhauses. Der Ofen soll naemlich
Teil eines Gartenhauses werden. Dann kann auch bei schlechtem Wetter
gebacken und gefeiert werden.

fertig

Jetzt wurden schon einige Pizzen, Zwiebelkuchen, Fleisch und Gemuese
darin zubereitet. Das
Aussenmass der Klinkerummauerung betraegt 1,20 x 1,35
Meter. Die Fundamentplatte in der gleichen Groesse, ist ca 15 cm stark
und konstruktiv leicht bewehrt auf ein Kiesbett betoniert.

Aus dem Italienischen übersetzte Aufbauanleitung des Herstellers:

Bereiten Sie ein Fundament, einen Sockel / Unterkonstruktion und auf passender Hoehe eine Betonplatte vor. Verteilen Sie darauf eine einige cm dicke Schicht Moertel, auf die Sie im Wasser ausgerichtet, die Basisplatten des Ofens legen. Lassen Sie einige Stunden vergehen, bevor Sie die Kuppel auf die Basisplatte stellen, um Verschiebungen zu vermeiden. Die Oeffnung über dem Ofenloch wird mit dem Rauchrohr verbunden; es muss so befestigt werden, dass der Ofen nicht belastet wird. Zum Gebrauch des Ofens innerhalb des Hauses muss das Rauchrohr einen Querschnitt von mindestens 600 cm² mit einer Mindesthöhe von 3,50 m haben. Die Ummauerung des Ofens sollte einen Mindestabstand zur Brennkammer von 20 cm oben und 10 cm seitlich haben. Die Kuppel des Ofens kann mit einer ca. 5 cm dicken Schicht aus geschmeidigem Ton,
Lehm, Perlite oder Magerbeton bedeckt werden. Der verbleibende Raum zwischen Brennkammer und Ummauerung wird mit einer dicken Matratze aus Glas- oder Steinwolle gefüllt. Zur Installation des Ofens im Freien ist es notwendig, dass er entsprechenden Schutz vor Regen bzw. vor Feuchtigkeit hat. Wenn die Montage beendet ist, lassen Sie den Ofen 5 bis 6 Tage trocknen. Wenn Sie den Ofen zum ersten Mal anheizen, machen Sie ein kleines Feuer (ca. 50 °C) für 15 bis 20 Minuten und lassen
es ausgehen. Wiederholen Sie den Vorgang 5 bis 6 mal, indem Sie die Temperatur schrittweise (von 50°C in 50°C-Schritten) erhöhen, bis die Feuchtigkeit vollstaendig ausgetrocknet ist.
Diese Vorgehensweise unterstuetzt die natuerliche Ausdehnung des Materials. Sie werden ausserdem die Waermespeicherung erhoehen und die Haltbarkeit des Ofens verlaengern. Nach einer laengeren
Zeit der Nichtbenutzung des Ofens ist es sinnvoll nicht zu aprupt mit einem anfangs kleinen Feuer aufzuheizen. Es ist ganz normal, dass das Material durch die Erhitzung Risse bekommt; dies beeinträchtigt nicht die Funktionalität des Ofens.

Dieser Ofen steht in Kaufbeuren und wurde mit dem etwas grösseren Bausatz FD90 gebaut.

FD90 in Kaufbeuren

Eine kleine Fotoserie vom Aufbau dieses Ofens finden sie
hier
oder unter www.kuppelofen.de


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